GUNTRUN ENSSLIN

                                                    Postskriptum

Eine Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens. (Friedrich Dürrenmatt)

"... Ich fürchte, dass ein nicht unwesentlicher Anteil unseres Staunens über die Natur auf einem Missverständnis beruht: ... Was alles diese Natur hat vollbringen können, die ohne ein Gehirn auskommen muss und der damit in unseren Augen all die kreativen Fähigkeiten abgehen, die der Besitz unseres Gehirns für uns selbst mit sich bringt. Es bedarf der bewussten Hinwendung zu diesem Problem, um erfassen zu können, wie aberwitzig auch in diesem Fall die Konsequenzen sind, die unser Vorurteil gedankenlos unterstellt: Als ob der ganze Kosmos, jahrmilliardenlang, ohne all die genannten Fähigkeiten hätte auskommen müssen, weil es uns noch nicht gab. Als ob Kreativität und Lernfähigkeit erst mit uns in dieser Welt erschienen wären (was natürlich die Frage aufwirft, wie es die Natur in all den Äonen davor bis zu diesem Punkt überhaupt hat bringen können). .....Das alles funktioniert also auch ohne Gehirne ganz ausgezeichnet.... Zuerst also gab es Informationsspeicherung, Lernen aus Erfahrung, Entscheidungen aufgrund der dabei erworbenen Auswahlkriterien und Bewertungsmaßstäbe (ohne Bewusstsein, ohne konkret lokalisierbaren "Sitz") und dann erst Gehirne. Nicht umgekehrt." (Hoimar von Ditfurth)

Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern "Wesen des Übergangs" (sinngemäß zitiert nach Hoimar von Ditfurth).


Es gibt nur eine "Sünde": Ungeduld. (Franz Kafka)
 


"Luhmann beobachtet die Gesellschaft." Kaum zu überschätzende Erkenntnis: Immer mit drin zu sein in dem, was man beobachtet, zugleich Subjekt und Objekt zu sein. Oder - wenn man etwas beobachtet, das definitiv nicht Teil von einem selbst ist - doch die Färbung des persönlichen Blicks; auch von daher wieder in dem mitenthalten zu sein, was man beobachtet. (Guntrun)


"'Gnade':  Die keine Schuld tilgt, nicht erworben werden kann, sondern unverdient gewährt wird." (Günther Gaus)


"Der neoliberal verschärfte Kapitalismus sieht nicht, dass die Unternehmen zuviel produzieren. Er beklagt eher, dass Verbraucher zu wenig verbrauchen. Da es aber zu viele Bedürftige ohne Einkommen und zu viele Gutbetuchte ohne Bedürfnisse gibt, ist der Markt in einem Dilemma." (zitiert aus 'Psychologie heute')


"Einkommen ist ein Bürgerrecht, Vollbeschäftigung eine Illusion. Also müssen wir Arbeit und Einkommen trennen." (Götz Werner)

Hinweis auf einen Vortrag von Götz Werner zum Thema
"Bedingungsloses Grundeinkommen"
am Mittwoch, 12. November 2008
in der Wolfbuschkirche in Stuttgart-Weilimdorf,
Im Wolfbusch 2, 70499 Stuttgart (Haltestelle U6 Wolfbusch).
Mehr Information unter
www.ev-wolfbuschgemeinde.de.




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